Wie man ein Haus umzieht

Ein Fachwerkhaus abreißen?

Das passiert mit vielen ehemals denkmalgeschützten Gebäuden. Damit geht dann meistens auch ein Stück Kulturgut verloren und wird durch moderne Betonbauten ersetzt.

Wie kann man ein solches Gebäude vor dem Untergang bewahren? Die meisten denken an aufwändige Sanierung und Instandsetzung vor Ort.

Aber wie wäre es, das Haus einfach vor Ort abzubauen und an einer anderen Stelle wieder aufzubauen?

Durch meine Erfahrung mit dem alljährlichen Ab- und Aufbau meines Honighauses (übrigens auch ein alter Fachwerkhof) auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt und dem Hansemarktfest rund um die Reinoldikirche, stieg in mir der Ehrgeiz, weitere Fachwerkhäuser vor dem drohenden Totalverlust zu bewahren.

So auch dieses Exemplar aus Unna, welchem weitere Translozierungen (so nennt sich das Verfahren, wenn ein ganzes Haus umzieht) vorausgingen und folgen sollten.

So ist mein Wohnhaus, der „krumme Hof“ von 1797 – ein Paradebeispiel für ein klassisches niederdeutsches Hallenhaus, von mir restauriert und renoviert worden. Die vielen Dinge die mich mein Haus hierbei lehrte, sollten später für die Translozierungen von großem Nutzen werden.

Auch der Pälkenhof, den ich schon 1998 entdeckte und der eine bewegte Geschichte hatte – mehrere Restaurationsversuche scheiterten, die lokale Presse berichtete hierüber – wurde schließlich von mir transloziert und soll bald wieder aufgebaut werden. Geplant war, dass das Gebäude nach dem Wiederaufbau ein Heimatmuseum mit vielen Exponaten aus der Zeit, in welcher der Pälkenhof von der Familie Pälken bewohnt war, beherbergen soll.

Rund 220 Jahre ist der Pälkenhof nun jung. Wer mehr über die Geschichte des Krummehof und des Pälkenhof wissen möchte, erfährt vieles auf dem Webauftritt:

www.Pälkenhof.de

 

Hier die Fotostory der Translozierung des Fachwerkhofes aus Unna:

 

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